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DAS REGLEMENT

 
Die nachfolgenden Regeln finden auf die Zillertal Bike Challenge, im Folgenden auch ZBC genannt, Anwendung. Die Zillertal Tourismus GmbH ist Veranstalter der ZBC. Mit Meldung, Zahlung und/oder Teilnahme an der ZBC erkennt jeder Teilnehmer die Regeln an und versichert, dass er auch die Teilnahmebedingungen (siehe Teilnahmebedingungen) gelesen, verstanden und anerkannt hat.
 
 
 
1. ALLGEMEINES
 
Die ZBC ist ein MTB-Rennen offen für Profis und reine Hobbyfahrer.
 
1.1 Teilnahmevoraussetzung
Es genügt eine Anmeldung, diese ist per Onlineformular möglich, die damit verbundene Anerkennung der Regeln und der Teilnahmebedingungen sowie das Entrichten des Startgeldes. Teilnehmer müssen am Tag des Starts der ZBC volljährig sein. Für die Teilnahme sind ohne Ausnahme nur Fahrer mit einem MTB zugelassen. Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht notwendig. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, seine gesundheitlichen Voraussetzungen zur Teilnahme an der ZBC selbst - ggf. durch Konsultation eines Arztes - zu prüfen und auf Verlangen des Veranstalters die Unbedenklichkeit der Teilnahme nachzuweisen. Der Veranstalter behält es sich zu jedem Zeitpunkt vor, die Anmeldung eines Teilnehmers zurückzuweisen, hinsichtlich weiterer Regelungen, die Rücktritt oder Kündigung durch den Teilnehmer oder den Veranstalter betreffen, verweisen wir auf die Teilnahmebedingungen.
 
1.2 Anmeldung
Die Anmeldungen erfolgen online unter www.zillertal-bikechallenge.com
 
1.3 Einladung
Der Veranstalter behält sich die Möglichkeit vor, weitere Fahrer, insbesondere die Fahrer/innen, die in der offiziellen UCI-Weltrangliste/XC-Format, top-platziert sind, einzuladen.
 
 
2. TEILNEHMER/WERTUNG
 
2.1 Allgemeines
Jeder Teilnehmer fährt als Einzelstarter, es sei denn er bildet zusammen mit vier weiteren Fahrern ein Team, das bei der Anmeldung angeführt werden muss.
 
2.2. Wertung
Die folgenden Klassifizierungen gelten für die Gesamtwertung bei der ZBC: Herren/King of the Mountain (Langdistanz), Damen/Queen of the Mountain (Langdistanz), Herren/Prince of the Mountain (Bergbahnvariante), Damen/Princess of the Mountain (Bergbahnvariante), Herren/Lord of the Mountain (Jedermanndistanz), Damen/Lady of the Mountain (Jedermanndistanz). Die folgenden Klassifizierungen gelten als Eintageswertung bei der ZBC: Herren/Conqueror of the Ice (Eintagesetappe), Damen/Conqueress of the Ice (Eintagesetappe).

Sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren gibt es in allen zuvor erwähnten Kategorien zwei Altersklassen: 18-35 (AK 1 – Jahrgang 1995-1978) und >35 Jahre (AK 2 ab Jahrgang 1977).

In den Kategorien Prince/Princess und Lord/Lady of the Mountain werden jeweils die drei schnellsten Fahrer eines Teams als Mannschaft gewertet. Erreichen sechs oder mehr Teamfahrer der selben Kategorie das Ziel, wird vom Zeitnehmungssystem automatisch eine zweite Gruppe gebildet. Voraussetzung dafür ist die Teamnennung der Teilnehmer im Zuge der Online-Anmeldung (Achtung auf einheitliche Schreibweise achten!). Ein Team besteht aus min. fünf Teilnehmern, die in der selben Kategorie starten, egal ob weiblich oder männlich.


Gewertet werden die Teilnehmer, wenn sie am Start, an den Kontrollstellen und auf der Strecke sowie im Ziel erfasst werden. Nach der ersten Etappe erhalten die jeweils Führenden der einzelnen King/Queen und Prince/Princess Wertungskategorien das Leader-Trikots. Diese Trikots müssen auf der Folgeetappe getragen werden. Dies gilt auch für alle weiteren Etappen, wobei die Trikots auf jeder Etappe nur von den aktuell in der entsprechenden Wertung Führenden getragen werden dürfen.
 
 
3. RENNABLÄUFE
 
3.1 Allgemeines
Die ZBC ist ein Rennen mit festgelegten Zeiten und geplanten Abläufen.
 
3.2 Teilnehmerbesprechung (Riders Meeting)
Am Vorabend im Rahmen der Abendveranstaltung erfolgt eine Besprechung für alle Teilnehmer. Sinn der Besprechung ist es, die Teilnehmer auf die Besonderheiten, z.B. Gefahrenstellen, der kommenden Etappe aufmerksam zu machen. Die Besprechungen werden vom Rennleiter abgehalten. Die Teilnahme wird ausdrücklich empfohlen.
 
3.3 Zeitnahme
Mittels Transpondersystem erfolgt die Zeitnahme individuell. Ein Transponder ist ein Chip, der die individuelle Zeit eines Teilnehmers auf allen Etappen elektronisch misst. Der Transponder muss gemäß Vorgabe am Rad befestigt, auf allen Etappen getragen werden und nach Beendigung des Rennens sofort an einer offiziellen Rückgabestelle zurückgegeben werden. Sollte der Transponder, aus welchen Gründen auch immer, abhandenkommen oder unbrauchbar werden, erhält der Teilnehmer einen Ersatztransponder und muss den verlorenen ersetzen.
 
3.4 Start
Vor der offiziellen Startzeit erfolgt die Startaufstellung, und zwar genau ab 45 Minuten vorher. Ab der zweiten Etappe sollte sich jeder Fahrer 15 Minuten vor seiner Startzeit im Start-Bereich aufhalten. Profis und andere prominente Fahrer erhalten am ersten Tag einen Block vor allen anderen Startern. Dahinter erfolgt die Aufstellung nach „First come – first serve“! An allen anderen Tagen wird die Startaufstellung dem Gesamtklassement entsprechend durch den Veranstalter vorgenommen.
 
3.5 Kontrollen auf der Strecke
Mindestens drei Kontrollstellen gibt es auf jeder Etappe. Sie sind den Teilnehmern vorher unbekannt und müssen von allen Fahrern passiert werden. Hier werden die Transponder der Startnummern mit einem Lesegerät erfasst. Für jede Kontrollstelle, die ein Teilnehmer nicht passiert, erhält er eine Zeitstrafe von 60 Minuten, wenn er das Ziel erreicht.
 
3.6 Ziel
Im Ziel wird - genau wie an den Kontrollstellen - die Einlaufzeit per Transponder der Startnummern eingelesen und für das Erstellen der Tages- und der Gesamtwertung erfasst.
 
 
4. AUSSCHEIDEN AUS DEM RENNEN
 
Rennteilnehmer, die auf einer Etappe das Ziel nicht erreichen, müssen aus der Wertung der ZBC ausscheiden und haben keine Möglichkeit mehr, Finisher zu werden. Sie dürfen jedoch bei der nächsten Etappe wieder starten und werden weiterhin in einer gesonderten Wertung geführt.
 
 
 
4.1 Ausstieg aus dem Rennen
Teilnehmer, die egal aus welchen Gründen auch immer, die ZBC zu irgendeinem Zeitpunkt nicht fortsetzen wollen, sind verpflichtet, sich beim Rennleiter, dem Rennbüro oder unter der veröffentlichten Notfallnummer umgehend abzumelden. Passiert dies nicht, behält sich der Veranstalter vor, auf Kosten dieser Teilnehmer eine Suchaktion über die entsprechenden Noteinsatzkräfte einzuleiten. Transponder und Startnummer müssen an den Rennleiter oder das Rennbüro gegen Quittung abgegeben werden. Abmeldung und Rückgabe gelten nur dann als erfolgt, wenn sie dem Rennleiter oder der Leitung des Rennbüros persönlich mitgeteilt worden sind.
 
4.2 Ausstieg aus Etappen
Es gibt mehrere Gründe für einen Fahrer die Etappe innerhalb der offiziellen Zeit nicht beenden zu können: Verletzung, Defekt, Verfahren, Erschöpfung etc. Fahrer, die aus einem oder mehreren dieser Gründe eine Etappe erst nach offiziellem Zielschluss beenden, erhalten die offizielle Rennzeit vom Start bis Zielschluss plus 60 Minuten Strafzeit, wenn sie die Etappe auf ihrem MTB bewältigt haben. Fahrer, die dafür z.B. einen Bus oder ein anderes Mittel als ihr MTB nutzen, erhalten 120 Minuten Strafzeit. In beiden Fällen können die Fahrer zur nächsten Etappe wieder an den Start gehen und bleiben in der Wertung.
 
4.3 Nichtantritt bei Etappen
Tritt ein Teilnehmer zu einer Etappe überhaupt nicht an, ist der Ausschluss aus der offiziellen Wertung der ZBC die Folge. In Härtefällen liegt es im Ermessen der Rennleitung, ob Teilnehmer, die mehr als 10 Minuten nach der offiziell letzten Startzeit an den Start gehen wollen, noch in der offiziellen Wertung verbleiben dürfen.
 
4.4. Finisher
Es wird nur offiziell als Finisher der Zillertal Bike Challenge gewertet, wer jede Etappe gemäß dem Reglement beendet hat. Wer eine Etappe, egal aus welchem Grund, nicht beenden kann, verbleibt gemäß 4.2 in der Wertung, wird aber kein Finisher.
 
 
5. AUSRÜSTUNG
 
5.1 Helmpflicht
Ohne Ausnahme besteht zu jedem Zeitpunkt Helmpflicht! Der Helm muss den anerkannten Sicherheitsbestimmungen DIN-Norm 33954, der SNEL- und/oder ANSI-Norm entsprechen und der Kopfgröße des Teilnehmers angepasst sein.
 
5.2 Bekleidung und Ausrüstung
Jeder Teilnehmer muss sich einer Alpenüberquerung entsprechend ausrüsten. Dazu gehört mindestens Kleidung für jedes Wetter und Erste-Hilfe-Ausrüstung. Empfohlen wird das Mitführen von Werkzeug und Material.
 
5.3 Startnummer
Jeder Teilnehmer erhält eine Startnummer für den Lenker. Diese Nummer ist auf jeder Etappe gut sichtbar am Lenker des MTB zu befestigen und muss zu jedem Zeitpunkt im Rennen gut sichtbar sein. Die Startnummern sind mit einem Barcode ausgestattet, der bei den Kontrollstellen auf der Strecke und im Ziel eingelesen wird.
 
5.4 Teilnehmerausweis
Jeder Teilnehmer erhält einen ZBC-Ausweis. Dieser Ausweis ist immer bei sich zu führen und berechtigt u.a. zur Verpflegung (in Kombination mit Gutscheinen), zur Inanspruchnahme technischer Serviceleistungen sowie zur Identifikation. Missbrauch des Ausweises, z.B. durch absichtliche Weitergabe an Dritte, um diesen Leistungen aus der Teilnahme zu ermöglichen, wird mit sofortiger Disqualifikation des Teilnehmers bestraft.
 
6. ALLGEMEINES
 
6.1 Umweltschutz/Müllentsorgung
Die ZBC führt durch eine der schönsten Gegenden der Welt. Daher sind die Regeln hier einfach: wer außerhalb einer Kontroll- oder Versorgungsstation Müll/Dinge jedweder Art (auch Trinkflaschen) wegwirft, erhält jeweils eine Zeitstrafe von 60 Minuten, beim dritten Verweis erfolgt die Disqualifikation.
 
6.2 Unterstützung durch Dritte
Die ZBC ist ein Einzelrennen. Daher ist jede Hilfe von Dritten – Stürze, Verletzungen und andere Notsituationen bilden die Ausnahme – untersagt. Verpflegung, Getränke, Kleidung oder Ersatzteile dürfen auch während einer Etappe angenommen werden. Verboten ist es aber insbesondere, sich von Dritten ziehen oder schieben zu lassen. Die Unterstützung durch nicht offizielle Begleitfahrzeuge (z.B. Teamfahrzeuge) ist im Rennen während einer Etappe zu keinem Zeitpunkt erlaubt.
 
6.3 Doping
Die Veranstalter der ZBC distanzieren sich von jedem, der mit der Absicht, sich einen Vorteil zu verschaffen, unerlaubte Stimulanzien seinem Körper, in welcher Art auch immer, zuführt. Der nachhaltig begründete Verdacht genügt für eine sofortige Disqualifikation. Der Veranstalter behält sich ausdrücklich vor, nicht angekündigte Dopingkontrollen vorzunehmen.
 
6.4 Technischer Service
Im Start- und im Zielbereich wird Technischer Service durch die Partner der ZBC angeboten. Einstell- und Wartungsarbeiten sind kostenlos, Pflegearbeiten werden nicht übernommen. Benötigte Ersatzteile werden zu marktüblichen Preisen an den Service-Partner bezahlt.
 
 
7. RENN-REGELN
 
7.1 Streckenführung
Die ZBC findet auf öffentlichen und NICHT abgesperrten Strecken statt. Alle Fahrer müssen daher zu jedem Zeitpunkt die Straßenverkehrsordnung des Landes Österreich auch in Rennsituationen streng beachten.
 
7.2 Rechtsfahrgebot
Es gilt grundsätzlich das Rechtsfahrgebot. Kurven dürfen unter überhaupt keinen Umständen geschnitten werden.
 
7.3 Sportliche Fairness
Langsame Fahrer müssen schnelleren Fahrern Platz machen, die überholen wollen, insbesondere an Abschnitten, wo z.B. geschoben wird. Es gilt zu jedem Zeitpunkt das Gebot der Rücksichtnahme, Sportlichkeit und Fairness unter allen Teilnehmern.
 
7.4 Fahren nach eigenem Können
Es ist dem Können entsprechend zu fahren, alle Streckenabschnitte, besonders aber die unübersichtlichen, sind mit größtmöglicher Vorsicht zu befahren, und es ist zu jedem Zeitpunkt die Bremsbereitschaft, insbesondere in den Abfahrten, aufrecht zu halten. Achtung: Die Straßen sind öffentlich und NICHT für die ZBC gesperrt, Gegenverkehr ist möglich, sogar wahrscheinlich. Andere Teilnehmer sind auf Gefahren stets aufmerksam zu machen.
 
7.5 Streckensicherheit
Bei Defekten und Verletzungen ist, soweit dies möglich ist, die Strecke sofort frei zu machen und am Streckenrand eine Erstversorgung bzw. Reparatur am Rande vorzunehmen.
 
7.6 Zielspurt
Im Falle eines Zielspurtes ist ein Spurwechsel nicht erlaubt.
 
7.7 Bahnübergänge
Geschlossene Bahnübergänge dürfen unter keinen Umständen überquert werden.
 
 
8. RENNLEITUNG, JURY, PROTEST, STRAFEN UND ANDERE SANKTIONEN
 
8.1 Rennleitung und -kommissär
Grundsätzlich treffen die Rennleitung und der Rennkommissär Entscheidungen, die den sportlichen Ablauf des Rennens betreffen.
 
8.2 Protest
Im Rahmen der ZBC kann es trotzdem zu vorsätzlichen und unbeabsichtigten Regelverstößen durch Teilnehmer aber auch die Rennleitung kommen. Kann die Rennleitung hier keine Entscheidung fällen, steht es jedem Teilnehmer frei, Protest gegen angenommene Regelverstöße nur am Tage des Verstoßes einzulegen. Dafür ist eine Protestkaution in Höhe von 50,00 Euro zu hinterlegen, die im Falle eines verlorenen Protestes beim Veranstalter verbleibt.
 
8.3 Jury
Über den Protest entscheidet eine Jury, die der Veranstalter zusammenstellt. Jeder Teilnehmer unterwirft sich im Rahmen der ZBC ausdrücklich den durch diese Jury getroffenen bindenden Entscheidungen und verzichtet auf weitergehende Geltendmachung etwaiger Ansprüche.
 
8.4 Strafen und andere Sanktionen
Es ist unmöglich und auch nicht gewollt, alle denkbaren Verstöße aufzulisten. Daher werden hier nur einige aufgezählt mit der ausdrücklichen Information, dass die Rennleitung in Absprache mit dem Veranstalter weitere, hier nicht aufgeführte Aktionen mit Strafen ahnden kann. Eine Strafe ist in einem ersten Schritt immer eine Zeitstrafe, wenn aufgrund der besonderen Schwere des Verstoßes nicht eine Disqualifikation/Ausschluss als Strafe verhängt werden muss.
 
Folgende Punkte werden mindestens mit Zeitstrafen geahndet:
• Unsportliche Fahrweise/Unsportliches Verhalten
• Wegwerfen von Müll oder anderen Dingen
• Abnehmen des Sturzhelmes während des Rennens
• Modifiziertes oder regelwidriges Anbringen von Startnummern
• Schieben oder Ziehen durch Dritte
• Shortcutting/Abkürzen der Strecke
 
Folgender Punkt wird sofort mit Ausschluss geahndet:
• Vorsätzliche, andere gefährdende und gefährliche Fahrweise
 
 

Veranstalter:
Zillertal Tourismus GmbH
Bundesstraße 27d
6262 Schlitters
ÖSTERREICH

 
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